A-Jugend Bundesliga: HSG mit Platz 3 beim Final Four

Es war das erwartet hoch intensive Wochenende mit tollen Handballspielen auf hohem Niveau. Am Ende wird der Buxtuhuder SV Deutscher Meister 2026 und die HSG Stuttgart/Metzingen belohnt sich mit Bronze.

Das erste Halbfinalspiel beim Final Four 2026 in Bensheim/Auerbach fand zwischen dem TV Hannover/Badenstedt und der HSG Stuttgart/Metzingen statt. Beide Teams wurden von zahlreichen mitgereisten Eltern und Fans lautstark unterstützt. Die ersten Minuten begannen mit jeweils zwei Toren auf jeder Seite (2:2, 3.). Danach leistete sich die HSG leichte Angriffsfehler, die Hannover eiskalt ausnutze und mit 4 Toren in Folge bestrafte. So musste Trainerin Vroni Goldammer bereits in der 7. Spielminute beim Stand von 2:6 die erste Auszeit nehmen. Dieser 4-Tore Rückstand blieb im weiteren Spielverlauf bis zum 7:11 in der 24. Minute bestehen. In der Schlussphase der ersten Halbzeit konnten weiterhin gute Torchancen nicht genutzt werden und so ging es mit einer 6 Tore Hypothek (9:15) in die Kabine.

„Wir haben in der Anfangsphase zu zögerlich agiert und waren nicht mutig genug unsere Zweikämpfe in die Tiefe zu gehen. Wir haben zu viel parallel gespielt und dadurch Hannover zu Gegenstoßtoren eingeladen. Das wurde im laufe der ersten Halbzeit zwar besser, dafür sind wir dann an der Torfrau gescheitert. So kam der Rückstand von 6 Toren zustande“, so die Halbzeitanalyse von Vroni Goldammer.

Zurück auf dem Feld hatte die HSG gleich mehrere Chancen den Rückstand zu verkürzen, die abermals ungenutzt blieben. So lief das Team bis zur 46. Minute weiterhin diesen Rückstand hinterher (17:23). Doch wer das Team in dieser Saison bereits hat spielen sehen, weiß, dass sich die Mannschaft niemals aufgibt. So auch in diesem Halbfinale. Wenige Minuten später verkürzte man auf 21:24 (51.). Weitete 5 Minuten später beim Spielstand von 25:27 und der Chance auf 1 Tor zu verkürzen, keimte nochmals große Hoffnung auf. Leider verpasste man den direkten Anschluss und so ging das Halbfinale mit 27:29 an das Team aus Hannover.

„Wir waren nach dem Schlusspfiff natürlich alle sehr enttäuscht, weil wir nicht unser ganzes Potential abrufen konnten. Das war sehr ärgerlich. Im Anschluss war es aber auch extrem wichtig, diese Niederlage schnell aus den Köpfen zu bekommen, da man schließlich am nächsten Tag die Chance auf Bronze nutzen wollte“, war der Blick aller Beteiligten schnell nach vorne gerichtet.

Im zweiten Halbfinale standen sich das Heimteam die HSG Bensheim/Auerbach und der Buxtehuder SV gegenüber. Die Gäste aus dem Norden legten zwischen der 9. und 22. Spielminute den Grundstein zum Erfolg, als sie von 4:5 auf 4:14 davonzogen. Am Ende gewann sie sehr souverän mit 23:30 Toren und zogen verdient ins Finale ein.

Im kleinen Finale gegen die HSG Bensheim/Auerbach um die Bronzemedaille schloss sich für die HSG Stuttgart/Metzingen der spielerische Kreis für die Saison 2025/26. Beide Teams standen sich im September im ersten Saisonspiel der Jugendbundesliga in Metzingen gegenüber. Nun standen sie sich zum Abschluss der Saison im Final Four um Platz 3 erneut gegenüber. Da Jedes Team jeweils ein Spiel in der Vorrunde gewinnen konnte, waren alle sehr gespannt, wer im dritten Duell als Sieger das Feld verlassen wird. Eines war bereits vor dem Anpfiff klar. Beide Mannschaften können mit stolz auf eine unvergessliche Saison blicken.

Den bessern Start erwischte die HSG Stuttgart/Metzingen und erzwang bereits nach 10 Minuten beim Stand von 5:2 die erste Auszeit des Heimteams. Die 3-Toreführung hielt bis zum 7:4 (15.). Durch 3 Tore in Folge durch Ermira Lutolli, Jolina Behling und Ida Widmann konnte der Vorsprung auf 10:4 (17.) erhöht werden. Das Stuttgarter Team blieb auch in den folgenden Minuten hoch konzentriert und agierte vor allem in der Abwehr sehr variabel, wodurch sich Bensheim kaum Torchancen erarbeiten konnte. Der Lohn eine 16:8 Führung und die zweite Auszeit vier Minuten vor dem Ende der ersten Halbzeit. Schlussendlich ging es mit einem 18:9 Vorsprung in die Kabinen.

„Wir waren ab der ersten Minute im Spiel und haben über unsere Abwehrarbeit den Grundstein zum Erfolg gelegt. Ida Widmann hat einen phantastischen Job in der Defensive geleistet und nicht nur mit ihren gewonnen Zweikämpfen dominiert, sondern auch die gesamte Abwehr organisiert. Dahinter hat Anna Noe mit tollen Paraden etliche Chancen vereitelt. Im Angriff hat Jolina Behling ein fehlerfreies Spiel abgeliefert und eiskalt ihre Chancen verwandelt. Der Vorsprung zur Halbzeit war absolut verdient“, ist Trainerin Vroni Goldammer zur Halbzeit sehr zufrieden.

Zurück aus den Kabinen kämpften beide Teams beherzt weiter. Während Bensheim alles versuchte um den Rückstand zu verkürzen, ließen die Metzinger Mädels zu keinem Zeitpunkt nach. Egal in welcher Formation das Team auf der Platte stand, alle Spielerinnen wussten was zu tun ist u spielten mit ganz viel Herzblut. Somit geriet das Spiel zu keinem Zeitpunkt in Gefahr zu kippen und nach 60 Minuten beim Endstand von 35:25 vielen sich alle Spielerinnen überglücklich über Platz 3 in die Arme.

„Ich bin unfassbar stolz auf mein Team. Nicht nur wegen der Bronzemedaille, sondern darüber wie sich jede einzelne Spielerin sportlich entwickelt und welchen Charakter das Team in jedem Spiel über 60 Minuten gezeigt hat. Dazu die phantastischen Eltern im Hintergrund, die jedes Auswärtsspiel zu einem Heimspiel gemacht haben. Die Bronzemedaille ist der Lohn für diese tolle Handballfamilie. Ich bin sehr dankbar, dass ich das erleben durfte“, weiß Trainerin Vroni Goldammer diese Saison und diesen Erfolg zu schätzen.