Aufgrund der schmerzlichen Niederlage am letzten Spieltag der Vorrunde gegen Steisslingen, wollte das Team unbedingt mit einem Heimsieg in die Meisterrunde starten, um den Anschluss in der Tabelle zu schaffen. Dabei traf das Team auf die SG 09 Kirchhof, die aufgrund ihrer offensiven Abwehrvarianten als sehr unangenehmer Gegner einzustufen war.
Ziel war es, trotz offensiver Gegnerabwehr im Spielaufbau Ruhe zu bewahren und auf die individuellen 1:1 Qualitäten zu vertrauen. Das gelang dem Team sehr gut, so das man ab der ersten Minute gut ins Spiel kam (3:3, 4.). Zudem stellte die HSG eine kompakte 6:0 Abwehr dagegen, mit der sich die Gäste schwer taten Lösungen zu finden u sich den ein oder anderen überhasteten Wurf nehmen mussten, den Anezka Stranska im Tor sicher parierte und sofort das eigene Tempospiel einläutete. Der Lohn eine 9:3 Führung nach knapp 7 Minuten u die erste SG Auszeit.
Nach einer Umstellung in der Abwehr von Kirchhof, brauchte das HSG Team einige Minuten, um im Angriff wieder den Rhythmus zu finden und erfolgreich zu sein. Doch die Abwehr arbeitete weiterhin erfolgreich, so dass Stuttgart/Metzingen nach 15 gespielten Minuten weiterhin souverän mit 6 Toren Abstand (13:7) in Front lag. Nach dem Gästetor zum 13:8 und einem 4:0 Lauf der HSG Mädels zum 17:8, nahm Christian Denk in der 21. Minute seine 2. Auszeit. Auch im letzten Drittel der ersten Halbzeit ließ das Heimteam nicht nach und ging verdient mit einer 23:13 Führung in die Kabine.
„Wir haben uns am Vortag im Training mit den offensiven Abwehrvarianten von Kirchhof beschäftigt und die Mädels haben die Vorgaben sehr gut umgesetzt. Natürlich ist uns auch der ein oder andere technische Fehler unterlaufen, doch das konnten wir mit unserer Abwehr wieder wett machen. Das war heute eine top Leistung, weil alle absolut fokussiert verteidigt und sich über viel Beinarbeit immer ausgeholfen haben. Dahinter hat Anezka im Tor einen tollen Job gemacht und wir konnten unser eigenes Tempospiel sehr gut aufziehen. Doch ausruhen durften wir uns auf die ersten 30 Minuten auf keinen Fall, denn im Handball ist es auch möglich, einen hohen Rückstand zu drehen“, so das Resümee von Trainerin Vroni Goldammer zur ersten Halbzeit.
Zurück auf dem Feld erzielte die HSG in Überzahl den ersten Treffer in Halbzeit 2. in den folgenden Minuten merkte man beiden Teams das hohe Tempo der ersten Hälfte an und der Abstand von 10 Toren blieb konstant (27:17, 41.). Ein schafften man einen erneuten 4:0 Lauf zum 31:17 (44.). Diesen Vorsprung von 14 Toren verteidigte die HSG bis zum 35:21, ehe die Schlussoffensive nach einer Auszeit von Vroni Goldammer (54.) folgte. Für den viel umjubelten 40. Torerfolg sorgte Leni Durst vom 7 Meter Punkt. Nach 60 intensiven Minuten und einem mehr als deutlichen 42:25 Erfolg, vielen sich die Spielerinnen jubelnd um den Hals und ließen sich von den begeisterten Eltern und Fans zu Recht feiern.
„Ich bin mit dem Auftaktspiel der Meisterrunde natürlich sehr zufrieden. Es war eine kollektive Teamleistung, in der jede Spielerin heute ihre Leistung auf den Punkt abgerufen hat, egal welche Rolle sie hatte. Das hat unheimlich viel Spaß gemacht und wir alle haben es genossen. Nun gilt es den Blick auf kommende Woche in Dortmund zu richten. Das wird ein komplett anderes Spiel und wir müssen auswärts bei einem absoluten top Team antreten. Der Erfolg tut gut u die Mädels können mit einem guten Gefühl hinfahren, was natürlich sehr wichtig ist. Alles andere werden wir innerhalb der 60 Minuten sehen, ob wir in Dortmund bestehen können“, so der Ausblick von Vroni Goldammer.
