Kampf – Wille – Emotionen, all das wurde den zahlreichen Zuschauern im Viertelfinal Rückspiel in der Paul Horn Arena in Tübingen zwischen der HSG Stuttgart/Metzingen und der HSG Blomberg/Lippe geboten. Aufgrund des 36:33 Auswärtssieges hatte das Team ein 3 Torepolster u das stand des Öfteren während den 60 Minuten auf dem Prüfstand.
Dabei startete die HSG Stuttgart/Metzingen wie immer konzentriert in die Partie und legte in den Anfangsminuten bis zum 4:3 in der 7. Minute stets ein Tor vor. Ein 0:3 Lauf zu Gunsten der Gäste zum 4:6 folgte. Selbst die folgenden Minuten, in denen Blomberg die spielbestimmende Mannschaft blieb und auf 6:10 (14.) erhöhen konnte, brachte das Heimteam nicht aus der Ruhe bringen.
„Ich hatte zu diesem Zeitpunkt als der Vorsprung vom Hinspiel aufgebraucht war, kurz überlegt ob ich eine Auszeit nehme. Doch ich wollte den Mädels zeigen, dass ich ihnen vertraue und habe mich dagegen entschieden. Ein eigner 6:0 Lauf zur 12:10 Führung folgte und Blomberg zog die grüne Karte in der 21. Minute“, schildert Trainerin Vroni Goldammer eine wichtige Phase in der ersten Halbzeit.
Die Stuttgarter Mädels konnten den Vorsprung auf 14:11 (23.) ausbauen, ehe die Gäste auf 14:13 verkürzten u die eigene Auszeit folgte. Schlussendlich wurden die Seiten mit einem 15:15 Unentschieden gewechselt.
„Das dieses Rückspiel in der Paul Horn Arena ausgetragen wurde, war für alle Beteiligten eine große Ehre. Die Aufregung vor dem Anpfiff war riesig, doch die Mädels haben sich mit Spielbeginn voll auf den Gegner fokussiert u eine tolle erste Halbzeit gespielt. Gerade nach dem 4 Tore Rückstand einen 6:0 Lauf hinzulegen, zeigt, wie gefestigt das Team in sich ist. Dazu kommt die gigantische Unterstützung von der Tribüne. Das ist jedesmal unbeschreiblich“, weiß Trainerin Vroni Goldammer diesen Support zu schätzen.
Mit dem Wiederanpfiff der zweiten Halbzeit, konnte das Heimteam erneut bis zur 38. Minute immer 1 Tor vorlegen (18:17). Ein Doppelpack von Blomberg zum 18:19 veranlasste Trainerin Vroni Goldammer zur zweiten Auszeit (40.). „Ich wollte den Mädels Ruhe vermitteln, dass wir auf keinen Fall in Hektik verfallen und einen größeren Rückstand kassieren“, berichtet die Trainerin.
Zurück auf dem Feld blieb das Team bis zum 21:22 stets dran u die letzten 10 Spielminuten brachen an. Die Halle kochte und beide Fanlager feuerten lautstark ihre Mannschaften an. Es folgte die erste kritische Phase, in der die Gäste auf 21:24 erhöhten und der 3 Tore Rückstand aufgeholt war. Doch Leni Durst und Klara Schlipf hatten mit ihren beiden Toren die richtige Antwort parat (23:24, 56.). Aber Blomberg setzte weiterhin alles auf eine Karte und egalisierten den Rückstand erneut (23:26, 58.). Jedoch keine 8 Sekunden später netzte erneute Leni Durst zum 24:26 ein. Es folgte ein Ballgewinn und die eigene 3. Auszeit 1:48 vor dem Spielende. „Ich wollten allen Mädels für die letzten 2 Minuten eine klare Vorgabe mit aufs Feld geben, dass keine Unsicherheit aufkommt“, weiß Vroni Goldammer um die Bedeutung der letzten Auszeit.
Der Lohn ein Pass von Romy Schmid auf Leana Heim am Kreis und der 25. Treffer. Die Gäste reagierten ihrerseits mit ihrer letzten Auszeit u erhöhten im folgenden Angriff per 7m auf 25:27. Die anschließende Manndeckung übers ganze Feld nutze Klara Schlipf zum 26:27 Endstand. Trotz der Niederlage war die Freude über das erreichen des Final Fouls unbeschreiblich und das Team wurde mit Standing Ovation gefeiert.
„Nach dem Schlusspfiff kannte die Freude über den Einzug ins Final Four keine Grenzen. Es war ein unbeschreibliches Gefühl u das mit den Eltern, Verwandten, Freunden und Fans in der eigenen Halle teilen zu können, ist einfach großartig. Danke an alle, die uns dieses Event in der Paul Horn Arena möglich gemacht haben“, weiß es das AJ Team zu schätzen.
Das Final Four findet am 9./10.05.2026 statt. Dabei trifft die HSG Stuttgart/Metzingen im Halbfinale auf das Team aus Hannover-Badenstadt. Das zweite Halbfinale bestreiten der Buxtehuder SV gegen die HSG Bensheim/Auerbach. Der Ort steht noch nicht fest.

